Ausflug nach Kolkatta- Erste Eindrücke einer indischen Großstadt

 

Nun haben wir auch schon unseren ersten Besuch in Kolkatta hinter uns. Was wir dort tun sollten? Nun zum einen shoppen :p und ach ja nebenbei auch noch 2000 handgemachte Postkarten zur post bringen. Also fuhren wir morgens (bzw. mittags um 12) mit dem Zug, der auch relativ leer war, nach Kolkatta. Es kann auch relativ witzig werden, wenn der Zug kommt, da alle Menschen an einem Gleis stehen. Auf einmal wird offenbar durchgesagt, dass der Zug am gegenüberliegenden Bahnsteig einfährt, so dass noch einmal alle Menschen das Gleis wechseln. Wozu man einfach über die Schienen rennt. Am Bahnhof trafen wir Mimi, die zufällig auch nach Kolkatta musste. In Kolkatta stiegen wir aus dem Zug und sahen...unglaublich viele Menschen, mehr als ich jemals auf einem Haufen gesehen habe, obwohl Mimi uns versicherte, dass es noch relativ leer sei, abends sei mehr los ( sie hatte Recht). Nachdem wir uns mit zigtausend anderen Menschen aus dem Bahnhof gedrängt hatten, fuhren wir mit einem Boot über den Ganges und konnten dabei Kolkattas unglaubliche Architektur bestaunen. Es gibt unglaublich viele alte und wunderschön verzierte Häuser, aber direkt daneben auch einfache Häuser aus Stein und Bambus. Und vor allem sind dort Menschen! Und Autos! Wie die Unmengen von Autos sich noch an der Menschenmasse vorbeidrängen können, ist mir immer noch ein Rätsel. Kaum kommt man in Kolkatta an, protestiert die Lunge gegen den unglaublichen Benzingeruch und die dazu noch sehr heiße Luft. Gleichzeitig ist die Luft erfüllt vom Hupen der Taxi- und Busfahrer, sowie vom Rufen und Erzählen der Menschen. Ist man dann in der „Fußgängerzone“, so kommt man vor Menschenmassen kaum noch vorwärts und schiebt sich zusammen mit ihnen in Richtung Shops und Markt, wobei einem gleichzeitig der Schweiß den Rücken runterläuft. In Kolkatta gibt es praktisch nichts,was es nicht gibt( außer vielleicht Salat). Wir haben sogar deutsche Marken, wie Maggi und Knorr gefunden.

Auf einmal befanden wir uns dann in einem riesigen Shop, der gleichzeitig ein Essensladen, Haushaltsgeschäft und Klamottenladen war. Leider sind Preise für Nahrungsmittel und Kleidung nicht so billig wie gedacht, dafür Zug und Rikshafahrten umso mehr. So kostet ein Haarshampoo mehr als in Deutschland, den Luxusartikel Ferrero Rocher gibt es für gerade mal umgerechnet 6 Euro das kaufen wir nicht!) und der verwöhnte Europäer braucht leider auch noch Klopapier(4 Rollen umgerechnet 2 Euro, was hier unglaublich viel ist, zum Vergleich: Ich kann für 3 Euro 30 Minuten nach Deutschland telefonieren).

Nun befanden wir uns also in dem überfüllten Shop und quetschten uns mit Mimi durch zu der Kleidung. Wahnsinn! Dagegen ist die Kleidung in Deutschland trist und eintönig. Es gibt alle möglichen Farben in einem Kleidungsstück. Ich habe mich gleich total wohl gefühlt und mir sogar schon ein Oberteil gekauft. Saris trägt man eher zu formellen Anlässen, im normalen Alltag werden eher knielange Oberteile und dazu (knallbunte) Leggings getragen. Nachdem wir uns in unzähligen Shops aufgehalten hatten und viele schöne Sachen entdeckten, wollten wir mit dem Bus zurück zum Bahnhof fahren. Ohne Witz, da hätte wirklich kein Mensch mehr reingepasst. Alle, die saßen, konnten sich glücklich schätzen, denn der Rest stand dicht an dicht gedrängt, bis zur Eingangstreppe. Und selbst dort standen noch Menschen. Trotzdem war dort eine sehr coole Athmosphäre, mit einem Bus, der immer nur 10 Meter vorwärtskommt und dann erst mal wieder für 10 Minuten still steht, währenddessen aber unermüdlich hupt. Feierabendverkehr in Indien. Jedenfalls waren wir fix und fertig, als wir wieder in Mankundu waren, was uns wie der ruhige und friedliche Himmel auf Erden vorkam nach dem lauten und vollen Kolkatta, aber hatten das Gefühl, dass wir ordentlich was erlebt hatten und somit hat Kolkatta doch ein positiven Eindruck hinterlassen, auch wenn ich mich dort nicht länger als 2 Tage aufhalten möchte.

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Kommentare: 1
  • #1

    Masticating Juicer (Donnerstag, 18 April 2013 15:30)

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