Holy oder das Fest der Farben

Wie erlebt man Frühling auf eine ganz neue Art? Ganz einfach. Man geht nach Indien und feiert Holy. Ein ganz besonderes Fest, dass den Einzug des Frühlings und der damit verbundenden Farben feiert. Hauptsächlich geht es um Fröhlichkeit und Farben. Das bedeutet, dass der Holytag darin besteht, in den Straßen herumzulaufen und sich und andere mit Farbe abzuwerfen und zu beschmieren. Bereits ganz aufgeregt, kauften auch wir uns den Tag vorher Pulver in allen möglichen Farbtönen. Rot, pink, lila, blau, gelb, orange...es gab nichts, was es nicht gibt. Morgens standen wir früh auf,  liefen sofort mit möglichst alten Klamotten nach draußen und liefen sofort unserem Nachbarsmädchen in die Arme, der es tierischen Spaß machte, uns das Gesicht mit allen möglichen Farben einzuschmieren. Nach diesem Spaß ( sie bekam genauso viel Farbe ins Gesicht), besuchten wir erst einmal unsere Gastfamilie und setzten die Farbe- ins – Gesicht- Schmiererei fort. Leider hatte ich dann das Pech, ein paar fiesen Jungs in die Hände zu laufen, die das Pulver mit Wasser gemischt hatten und mich komplett damit einschmierten. Sogar meine Zähne waren rot und alle meinten, ich sähe aus wie ein Zombie. Macht nichts. Total in farb- und Schmierlaune gekommen, liefen wir fleißig weiter und wurden sofort von Kindern mit Wasserpistolen angegriffen. Tja, Paintball war gestern, Holy ist heute. Als nächstes besuchten wir Mimi, deren Familie sich sofort in Sicherheit brachte und sich nicht traute, mit uns in einem Zimmer zu sein. Mit unserem Gastbruder zusammen beschlossen wir nach dieser Erholpause, noch die Kinder in Adarshanagore bei meiner Schule zu besuchen. Hätten wir gewusst, was auf uns zukommt, hätten wir es vielleicht gelassen. Markus, der morgens ein weißes Hemd angezogen hatte, mit der Begründung, wenn er offiziell aussehen würde, würde er nicht angegriffen und dessen Plan leider nicht aufgegangen war, war bereits komplett bunt. Alle sahen wir aus wie Paradiesvögel. Auf dem Weg nach Adarshanagore stand eine ganze Horde von Kindern mit Wasserpistolen, die aber eher an riesige Kanonen erinnerten. Was dann passierte, muss ich wohl nicht genauer erläutern, nur, dass wir am Rennen waren und verfolgt wurden. Irgendwann gingen wir zum Gegenangriff über und nun waren es die Kinder, die rannten. Trotzdem würde ich sagen, dass die Wasserfarbe gegen unser Pulver eindeutig gewonnen hat. In Adarshanagore angekommen und bereits völlig bunt, alles war bunt, das Gesicht, die Haare, die Arme, die kompletten Klamotten und die Füße, wirklich alles, war laute Musik zu hören und die Kinder tanzten auf der Straße. Keine Frage, dass jeder sofort von 10 Kindern umringt und eingeschmiert wurde, während jeder Happy Holy rief. So viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr. Auch wenn man dauernd irgendwie Farbe im Mund hatte und die wirklich eklig schmeckt. Nachdem wir alle unsere Farben aufgebraucht hatten, beschlossen wir, dass es Zeit war zurückzugehen. Auf dem Weg trafen wir wieder auf Mimi, die mittlerweile am Wegesrand stand und Vorbeikommende mit Wasserpistolen abschoss. Wieder am Haus angekommen, fragte mich unser Nachbarskind, ob sie mir Farbe über meine Kleidung schütten durfte. Natürlich durfte sie. Noch witziger war jedoch, dass sie unvermittelt einen riesigen Eimer mit Wasserfarbe nahm und ihn mir blitzschnell über den Kopf schüttete. Der Knaller war jedoch der Typ, der danach ankam und mir noch eine ganze Flasche mit unverdünnter Farbe über den Kopf schüttete. Markus, der an der Tür stand, sagte nur, ich glaub jetzt nicht, was ich sehe. Leider war mir so viel Farbe in die Augen gelaufen, dass ich praktisch blind war. Die anderen, die sich halb tot lachten, stellten mich erstmal unter die Dusche. Noch nie habe ich so gründlich geduscht, leider geht die indische Farbe auch relativ schwer wieder ab, weswegen ich immer noch teilweise pinke Haare habe auch der rest meines Körpers noch stellenweise rot ist. Nachmittags waren wir noch auf einer Feier und sangen noch einmal vor ca. 300 Leuten. Dort wurden auch noch sehr viele indische Tänze getanzt und Lieder gesungen. Es war wirklich ein wunderschöner Tag, auch wenn ich abends noch einmal komplett im Gesicht mit Farbe eingeschmiert wurde, was ich nicht so witzig fand, weil ich nun noch einmal duschen durfte. Aber es war ein unglaublich schöner, witziger Tag.

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Kommentare: 3
  • #1

    Centrifugal Juicer (Freitag, 12 April 2013 13:49)

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  • #2

    Juicers Reviews (Sonntag, 21 April 2013 09:44)

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  • #3

    hub switchhttp://hubswitch.org (Dienstag, 23 April 2013 07:10)

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