Hitze-eine ganz neue Definition des Wortes

Wenn ich im März geglaubt habe, in Indien wäre es heiß, so kommt mir das mittlerweile völlig untertrieben vor. Mit 35 Grad fing der Frühling doch gerade erst an. Mittlerweile hat die Hitze jedoch fast ihren Höhepunkt erreicht und ich glaube, im Vergleich zu hier, war mir noch nie in meinem Leben heiß. Wenn man morgens um 6 Uhr aufwacht und bereits schwitzt, bekommt Sommer eine völlig neue Dimension. Aber das Problem ist weniger die Hitze als die Hitze in Verbindung mit der Luftfeuchtigkeit. Besonders schön ist es, wenn nach dem Duschen im Bad so eine starke Luftfeuchtigkeit vorhanden ist, dass Abtrocknen einfach mal völlig sinnlos ist und man genauso verschwitzt aus dem Bad kommt, wie man hereingegangen ist. In Deutschland wird Schwitzen ja irgendwie als etwas ein wenig Ekliges und Unhygienisches betrachtet. Hier ist es einfach völlig normal. Und zwar den ganzen Tag. Umso mehr freue ich mich nachts über die Klimaanlage im Zimmer, weil Jule und ich wenigstens einmal am „Tag“ trocken sind :D Umso schlimmer, wenn der Strom dann doch mal ausfällt, was hier durchaus mal vorkommt. So wie gestern Abend, wo Jule und ich uns dann um halb 12 völlig entnervt ihr Matratze und mein Mückennetz geschnappt haben und auf den Balkon gezogen sind, da zwischen draußen und drinnen einfach mal ein Temperaturunterschied von 10 Grad war. Leider mussten wir dieses Vorhaben nach 10 Minuten wieder aufgeben, weil wir Mücken im Mückennetz hatten. Naja. Umso mehr freut man sich hier, wenn es mal regnet, was im Moment vielleicht so einmal in der Woche passiert. Es ist schon beinahe Tradition geworden, dass wir uns bei Regen erstmal auf die Dachterasse stellen. Trotzdem auch eine gute Erfahrung zumal man sich auch einigermaßen tagsüber an die Hitze gewöhnen kann.

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